Barrierefreiheit ist weit mehr als nur ein technischer Begriff – sie steht für die Ermöglichung gleichberechtigter Teilhabe am digitalen und analogen Leben für alle Menschen, unabhängig von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen. Im Unternehmenskontext bedeutet Barrierefreiheit die Gestaltung von Prozessen, Produkten und digitalen Anwendungen so, dass sie von jeder Person genutzt werden können. Der Zugang zu Webseiten, Software, betriebsinterner Kommunikation und Services darf nicht an Hürden scheitern, die vermeidbar wären.
Für Unternehmen gewinnt Barrierefreiheit vor allem durch gesetzliche Anforderungen wie die BITV 2.0 (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung), die WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) oder den PDF/UA-Standard immer weiter an Bedeutung. Oft sind Unternehmen mit öffentlichen Auftraggebern sogar verpflichtet, diese Standards einzuhalten. Verstöße können nicht nur zu rechtlichen Konsequenzen führen, sondern gefährden auch Reputation und Innovationskraft des Betriebs.
Doch Barrierefreiheit ist mehr als nur eine Pflichtübung. Sie spiegelt die Unternehmenskultur, soziale Verantwortung und eine ethische Haltung wider. Wer barrierefrei handelt, zeigt Respekt gegenüber Vielfalt, fördert Inklusion und erschließt zusätzliche Nutzergruppen und Kundenpotenziale. Gerade Diversity-Initiativen in Unternehmen profitieren von einer konsequenten Umsetzung barrierefreier Prinzipien.